Was ist wahr und was ist falsch?*

Als Du noch ein Kind warst, hast Du in der Schule bestimmt viel gelernt. Auch Deine Eltern gaben sich sicher Mühe, Dir etwas beizubringen. Aber war das damals auch wirklich alles richtig, was die Erwachsenen da von sich gaben?

Wir haben hier neun Beispiele herausgesucht, die zum Teil den Charakter eines unumstößlichen Mythos haben und gerade deshalb einmal kritisch hinterfragt werden sollten.

Van Gogh schnitt sich wegen großer psychischer Probleme ein Ohr ab

Tatsächlich hat sich der holländische Maler Vincent van Gogh kurz vor Weihnachten 1888 den größten Teil seines rechten Ohres mit dem Messer selbst abgeschnitten. In jenen Tagen hatte ihn der französische Künstler Paul Gauguin, den er sehr schätzte, für einige Tage besucht. Aber die Beiden haben sich wohl hoffnungslos zerstritten und so kam es bei van Gogh zu diesem selbstzerstörerischen Wutausbruch. Wie viel vom Ohr dann wirklich fehlte, war lange ein großes Rätsel. Erst in letzter Zeit wurde die Skizze seines damals behandelnden Arztes in einem Museum in den USA entdeckt. Sie zeigt eindeutig, dass von seinem Ohr nur noch ein kleines Stück vom Ohrläppchen stehen geblieben war.

Chamäleons können ihre Farbe ändern, um sich zu tarnen

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Auch das ist richtig. Der Grund ist aber nicht nur eine gute Tarnung, denn diese Tiere sind sehr flink und können vor den meisten Angreifern weglaufen. Ein wichtiges Motiv der Farbänderung ist die Kommunikation, denn mit ihren Farben drücken sie auch ihren Gemütszustand aus oder bedrohen ihre Rivalen. Die ursprüngliche Annahme, dass sie ihre Hautpigmente bewusst ansteuern können, reicht aber nicht aus, um die Farbvielfalt erklären zu können. Heute spricht man von Iridophoren unter der Haut. Diese speziellen Pigmente bestehen aus Hunderttausenden Guanin-Kristallen, die im Sonnenlicht geringfügig ausgerichtet wie winzige Prismen wirken und so fast beliebige Farben aus dem Lichtspektrum nehmen können.

Der Entdecker von Amerika war Christoph Kolumbus

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In Wahrheit segelte schon 500 Jahre vor Kolumbus der isländische Wikinger Leif Erikson nach Nordamerika. Archäologische Forschungen haben Beweise geliefert, dass es bereits um das Jahr 1000 n. Chr. Siedlungen der Wikinger in Nordamerika gab.

Verschiedene Bereiche der Zunge sind zuständig für die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen

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Dieser klare Irrtum geht zurück auf den deutschen Wissenschaftler D.P. Hanig, der bereits im Jahre 1901 eine Karte mit bestimmten Zungenarealen veröffentlichte, von denen jedes nur eine Geschmacksrichtung süß, sauer, bitter oder salzig feststellen konnte. Heute geht man eher von sechs verschiedenen Geschmacksrichtungen aus, wobei diese an jeder Stelle der Zunge durch bestimmte Proteine ermittelt werden können.

Der Fall eines Apfels auf Newtons Kopf war der Auslöser seiner Entdeckung des Gravitationsgesetzes

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Ganz so war es nicht. Isaac Newton saß tatsächlich in einem Garten und beobachtete sehr aufmerksam das Herunterfallen eines Apfels von einem Baum. Aufmerksam bedeutet hier, dass Newton offensichtlich die Beschleunigung des Apfels nach unten aufgefallen sein muss. Das war die Initialzündung für den Feldbegriff in der Physik, hier das Beschleunigungsfeld durch die große Erdmasse als Quelle der Anziehungskraft.

Es gibt keine Gravitation im Weltraum

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Die Gravitation durch jede Masse wirkt im Prinzip unendlich weit. Da man von jedem fernen Punkt im Weltraum Sterne oder Galaxien sehen kann, wirken dort auch winzige Gravitationsbeschleunigungen. Zählt man sie alle zusammen, ergibt sich überall eine kleine resultierende Kraft, die auf eine Masse an jedem Punkt des Universums einwirkt.

Der Erfinder der elektrischen Glühbirne heißt Thomas Edison

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Edison war sicherlich mehr ein Geschäftsmann als ein guter Ingenieur oder Erfinder. Es gab zu seiner Zeit bereits verschiedene Varianten erster Glühbirnen. Allerdings bemühte er sich um deren Patente und schaffte es schließlich, gemeinsam mit seinem Team eine Lampe zu bauen, die in der Lage war, Licht kontinuierlich abzugeben.

Diamant ist das härteste Material auf der ganzen Erde

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Es gibt noch eine deutlich härtere Kohlenstoffstruktur mit der Bezeichnung Lonsdaleit. Dabei handelt es sich um künstlich hergestellte Nanostrukturen.

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